Archiv für den Monat: April 2018

Lukas Suchthilfezentrum Hamburg-West Thaddaeus Grochol

Wie ich berate. Die Profis der Diakonie über ihre Arbeit

FOTO: privat

Thaddaeus Grochol

40 Jahre alt, Diplom-Sozialpädagoge, seit zehn Jahren Drogenberater im
LUKAS Suchthilfezentrum Hamburg-West
Sich von den Schicksalsschlägen seiner drogenabhängigen
Klienten bewegen zu lassen ohne mitzuleiden, sei eine große
Herausforderung für seine Beratungsarbeit. Die meisten
Menschen, die seinen Rat suchen, konsumieren alle
Drogen, die sie bekommen könnten – sei es Alkohol, Cannabis,
Heroin oder – immer öfter – der unkontrollierte Konsum von
Medien. 
 
„Die Suchtkarrieren werden komplizierter, die Beratung immer komplexer“, erklärt Thaddaeus Grochol. Das LUKAS
Suchthilfezentrum hat ins Qualitätsmanagement investiert,
Abläufe gestrafft. „So sind wir noch professioneller geworden.“  
 
Die städtischen Zuwendungen sind seit 2012 eingefroren. Ohne die Zuschüsse der Diakonie müssten weitere Angebote eingespart werden. So ein Verband mache stark, sagt der Berater. Er profitiere auch vom Kontakt zu anderen diakonischen Einrichtungen.  
 
Nach seinem Wunsch gefragt, moniert er die mangelnde Wertschätzung der Sozialen Arbeit. „Wir unterstützen und stabilisieren Menschen, die ohne unsere Hilfe immer weiter abrutschen
würden. Ein Hauptziel unserer Arbeit ist die unabhängige und selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. “
Das sollte anerkannt werden.