Soziale Arbeit „Mehr-Wert“

Den Wert sozialer Berufe greifbar machen

Welche Werte prägen die Arbeit in sozialen Berufen und wie soll sich das Berufsbild in Zukunft ändern? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Projekt »Mehr-Wert«, das die Fraunhofer IAO, Center for Responsible Research and Innovation im Auftrag des Bundesfamilienministeriums durchführt. Im Rahmen des Projekts »Mehr-Wert« besuchte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey am 11. April 2019 ein Werte-Labor mit Erzieherinnen und Erziehern.

Zukunft planen

Ziel des Projekts »Mehr-Wert« ist es, neue Werte- und Zukunftsbilder für soziale Berufe zu entwickeln und eine Debatte zur Aufwertung sozialer Berufe in der Gesellschaft anzustoßen. Denn Beschäftigte in sozialen Berufen sind nicht nur Teil einer großen und wachsenden Branche, sondern wesentlich für das Funktionieren unserer Gesellschaft: Sie betreuen und fördern Kinder, unterstützen bei Krankheiten, pflegen im Alter, helfen bei körperlicher Beeinträchtigung – tun damit jeden Tag Dienst an der Gesellschaft. Um soziale Berufe weiterhin attraktiv zu machen und dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzusteuern, ist die Aufwertung dieser Berufe wichtig. Dies wird aktuell durch gemeinsame politische Initiativen unterschiedlicher Ministerien vorangetrieben, beispielsweise durch eine vergütete Ausbildung, bessere Entwicklungs- und Karriereperspektiven sowie attraktivere Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig muss die gesellschaftliche Wahrnehmung verbessert werden, um den Wert sozialer Berufe in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Auf diese Weise sollen soziale Berufe als qualifizierte, wertvolle und zukunftsorientierte Arbeit gestärkt werden.

Wertebilder mit den Beschäftigten entwickeln

Eine solche Aufwertung sozialer Berufe in der öffentlichen Wahrnehmung kann nur erreicht werden, wenn bei der Entwicklung neuer Wertebilder alle wichtigen Perspektiven berücksichtigt werden. Daher werden in das Projekt zunächst Beschäftigte sozialer Berufe eingebunden: Ihre Perspektiven und Wünsche bilden das Fundament. Um dann in die Umsetzung zu gehen, werden im zweiten Schritt Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände und politische Gestalter/-innen einbezogen.

Das Werte-Labor mit Erzieherinnen und Erziehern

Die Werte-Labore sind ein zentrales Element des Projekts, um die Beschäftigten sozialer Berufe und ihre Perspektiven sichtbar zu machen. Dazu arbeiten am im Werte-Labor für Erzieherinnen und Erzieher 25 Menschen aus dem Erziehungsbereich einen ganzen Tag an Wertebildern und Zukunftsperspektiven. Mit Methoden aus dem Design werden sie angeleitet, ihre Erfahrungen einzubringen, ihre Wünsche greifbar zu machen und sich gemeinsam über Zukunftsthemen zu verständigen. Nach dem Werte-Labor für Erziehungsberufe findet im Mai ein zweites für Pflegeberufe statt.

Um sich die Ergebnisse des Werte-Labors live anzuschauen und in einen direkten Austausch mit Erzieherinnen und Erziehern zu gehen, wird Bundesfamilienministerin Giffey zur Abschlusspräsentation des Labors erwartet. Für sie ein ganz wichtiger Termin: »Was die Beschäftigten in sozialen Berufen für die Gesellschaft leisten, kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Ich bin sehr gespannt auf die Wertebilder und freue mich auf den Austausch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern«.

Vor und nach den Werte-Laboren: Das Projekt im Überblick

Im Projekt »Mehr-Wert« wurden zunächst Interviews mit Erzieher/innen und Pfleger/innen durchgeführt. Diese Interviews geben einen Einblick in den Arbeitsalltag und zeigen, was den Beruf wertvoll macht: Welche Werte gelebt werden, was den Beruf attraktiv macht und wie er in der Gesellschaft gesehen wird. Auf Basis dieser Interviews werden insgesamt drei Werte-Labore durchgeführt. Die Ergebnisse werden in drei »Visioning Labs« über den Sommer mit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden sowie politischen Gestalter/innen diskutiert und in Maßnahmen übersetzt. Um die Ergebnisse des Projekts sichtbar zu machen, entsteht ein kurzer dokumentarischer Film. Parallel wird eine Kommunikationsstrategie erarbeitet, die eine breite gesellschaftliche Debatte anstoßen soll.

Einen ersten Einblick in den Wert sozialer Berufe zeigen folgende Zitate aus den Interviews:

»Was in Kitas an Geld benötigt wird, das sind ja keine Kosten, es sind Investitionen in die Zukunft – das kommt ja der gesamten Gesellschaft zu Gute.«

»Mit dem, was wir den ganzen Tag bewerkstelligen, sind wir doch der Goldstoff der Gesellschaft: Wir machen das, worauf es wirklich ankommt: Grundwerte vermitteln und uns um die Schwächsten in der Gesellschaft kümmern.«

»Gute Erzieherinnen und Erzieher erkennt man an der Einstellung und den Werten – denn das prägt, wie sie mit den Kindern sprechen, wie sie Wissen vermitteln und wie sie die Kinder motivieren und inspirieren.«

 

Weiterlesen

Zu viel Freiwilligkeit?

Umstrittene Initiativen

Sandra Berkling, Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege/Foto: Julia Kneuse


Einladung zur Veranstaltung der Reihe
„Hamburg! Gerechte Stadt“
am 26. 3. 2019, 17:30 Uhr
Haus der kirchlichen Dienste
Danziger Str. 64, Hamburg St. Georg
Bürger gründen private, ehrenamtliche Initiativen, die Menschen am Rande der Gesellschaft unterstützen. Was bedeutet diese Entwicklung für die soziale Arbeit in Hamburg? Dazu Sandra Berkling, AGFW:

 

Die Veranstaltung thematisiert neue Formen ehrenamtlicher Arbeit. Was tut sich da?

Wir werben für freiwilliges Engagement. Menschen, die ehrenamtlich tätig werden, stützen unser soziales System. In bestimmten Bereichen, wie in der Wohnungslosenhilfe, entwickeln ehrenamtlich Tätige eigene Organisationsformen. Diese Initiativen stürzen sich mitten hinein ins Leben. Sie sind innovativ. Und sie sind ganz nah dran an wohnungslosen Menschen. Damit leisten sie wertvolle Arbeit. Weiterlesen

Hamburg! Gerechte Staat: Sozialmarkt

„Hamburg! Gerechte Stadt“: Staat und  Wohlfahrtsverbände

Kontrolle statt Vertrauen

„Zusammenraufen“, müsse man sich, erklärte Holger Stuhlmann, Leiter des Hamburger Amtes für Familie, man kenne und brauche sich. Daran ließ die Diskussion an diesem Abend keinen Zweifel. Es fielen offene Worte. Man hörte einander zu, nahm Kritik an, in wechselseitigem Vertrauen. Und doch war bei der Diskussion über „Soziales Unternehmertum und das Subsidiaritätsprinzip“ am 19. 2. 2019 spürbar, dass sich etwas verschoben hat im Verhältnis zwischen der Stadt und den Wohlfahrtsverbänden. Weiterlesen

Gewinnorientierte Soziale Arbeit

Soziale Marktwirtschaft

Einladung zur DIskussion am 19. Februar 2019
„Hamburg! Gerechte Stadt“

Der Titel der Veranstaltung klingt nach
sozialwissenschaftlichem Schwarzbrot: „Soziales Unternehmertun und Subsidiaritätsprinzip – passt das (noch) zusammen?“ Gefragt, warum Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie diese Veranstaltung besuchen sollten, breitet  Christof Beckmann, Professor an der Ev. Hochschule des Rauhen Hauses, interessante Fakten aus. Sein Vortrag wird die Veranstaltung einleiten.

Vor 20 Jahren sei „der Startschuss für den Umbau des Sozialstaates“ gefallen. Die sozialdemokratischen Regierungschefs Tony Blair und Gerhard Schröder veröffentlichten damals  ihr Konzept eines „Aktivierenden Staates“. Der Staat müsse sich darauf beschränken, soziale Entwicklungen zu steuern. Soziale Unternehmen sollten in Konkurrenz um die besten Lösungen eintreten. Schlagworte wie „Fordern und Fördern“ gaben die Richtung vor: die „verkrusteten“ und „verfilzten“ Beziehungen zwischen Wohlfahrtsverbänden und Kommunen sollten „transparent“ werden. Weiterlesen

DAS PROJEKT „INTERKULTURELLE ÖFFNUNG“ DER DIAKONIE

DAS PROJEKT „INTERKULTURELLE ÖFFNUNG“ IN NORDERSTEDT

Es kommt darauf an, im Gespräch zu bleiben

„Wir müssen miteinander sprechen, Interesse am Anderen haben. Und wir dürfen die Geduld nicht verlieren“, erklärt Barbara Heyken vom diakonischen „Projekt Interkulturelle Öffnung“ in Norderstedt. Sie und ihre Kollegin Nadine Rupnow wollen sensibilisieren – für die Lage der Geflüchteten, für die Bedürfnisse der Ansässigen. Integration ist das Ziel.

Weiterlesen

Fachtag „Interkulturelle Öffnung“

Fachtag „Interkulturelle Öffnung“

Einander verstehen lernen

Ein „Leuchtturm“ sollte dieser Fachtag werden, er sollte die Orientierung erleichtern; eine Gelegenheit bieten, das Konzept „Interkulturelle Öffnung“ kennen zu lernen und zu diskutieren. Die Auftaktveranstaltung des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) „Verschieden. Verstehen – Interkulturelle Öffnung mit kultursensibler Kommunikation“ fragte am 27. 11. 2018 nach der Rolle der Medien in der Diskussion um Migration.
Weiterlesen

Diakonie 2019. Engagiert, statt nur besorgt

DIAKONIE 2019. Im Kleinen Großes bewirken

Engagiert, statt nur besorgt. So beschreiben wir die Aufgabe der Diakonie Hamburg-West/Südholstein für das Jahr 2019.

Unsere Gesellschaft polarisiert sich. Wir beobachten wie Toleranz schwindet, wie Rechthaberei und nationalistisches Denken hoffähig werden. Zugleich nehmen wir wahr, wie „besorgte Bürger“ ihr eigenes Wohlergehen absolut setzen. Wir erleben wie die Schwachen in unserer Gesellschaft an den Rand gedrängt werden. Dem wollen wir entgegentreten.

Zugleich beeinflusst der Wandel der Welt unmittelbar unseren Alltag. Wir sprechen von Globalisierung und beginnen langsam zu begreifen, wie sich unser Leben verändert. Die Diakonie nimmt die Sorgen, die das bei vielen Menschen auslöst, ernst. Besorgnis ist etwas Natürliches, aber wir dürfen nicht bei ihr stehen bleiben. Wir packen Probleme an, um sie zu lösen.
Weiterlesen

10. Bundeskongress Soziale Arbeit auf dem Campus Bielefeld

10. Bundeskongress Soziale Arbeit auf dem Campus Bielefeld

Hoch motiviert, aber schlecht bezahlt

Bielefeld (fhb). Die Arbeit wird längst nicht so gut bezahlt wie in anderen Branchen. Und dennoch sind die Bewerberzahlen um Studienplätze und die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen gleichbleibend hoch: Viele, gerade junge Leute haben Interesse an der sozialen Arbeit, kümmern sich um die Integration von Geflüchteten, unterstützen Arbeitslose beim Wiedereintritt in den Beruf oder leisten konkrete Hilfen in der Familien-, Jugend- und Altenarbeit. Prof. Dr. Stricker, Dekan des Fachbereichs Sozialwesen der Fachhochschule Bielefeld: „Wenn wir über den Wert der sozialen Arbeit nachdenken und dabei wirtschaftliche Gesichtspunkte in den Vordergrund rücken, müssen wir erkennen, dass es begrenzte Möglichkeiten gibt, die Arbeit effizienter zu gestalten.“ 80 Prozent des Geldes, das zum Beispiel eine Kommune für die Sozialausgaben verplant, muss für Personalkosten bereitgestellt werden, so Stricker. Und er ergänzt: „Der Ökonomisierungsprozess schreitet weiter voran. Gewinne können in diesem Bereich nicht erzielt werden.“ Aber auch das hält er fest: „Soziale Arbeit ist und bleibt ein hochattraktives Berufsfeld.“

Drei Tage lang wurde vom 5. bis 7. September auf dem Bundeskongress Soziale Arbeit intensiv nachgedacht über den Wert der sozialen Arbeit. Fachhochschule und Universität hatten gemeinsam zum 10. Bundeskongress des Initiativkreises Soziale Arbeit eingeladen. 700 Gäste kamen, 150 Workshops und Veranstaltungen standen auf dem Programm. Prof. Dr. Holger Ziegler vom Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität: „Intensiv diskutiert wurden insbesondere Themen rund um Inklusion, Digitalisierung innerhalb sozialer Arbeit sowie Flucht und Asyl.“

Zur Standortbestimmung der eigenen Disziplin gehört auch der Hinweis, so Ziegler, dass auf der einen Seite die Soziale Arbeit wächst, dies jedoch noch lange nicht bedeute, „dass eine emanzipatorische, solidarische und subjektorientierte soziale Arbeit an Bedeutung gewinnt“. Hier gilt es also künftig, Interesse zu bündeln und gemeinsam Forderungen zu formulieren, um sich etwa im politischen Raum bemerkbarer zu machen.

Partner können die Gewerkschaften seien. Verdi-Chef Frank Bsirske hielt als Gast des Kongresses fest: „Die Tagung ist enorm wichtig. Wir müssen gemeinsam über das Berufsbild sprechen, und es geht natürlich darum, dass qualitativ hochwertige Arbeit entsprechend honoriert wird.“ Sein Blick in die nahe Zukunft: Durch die Digitalisierung der Berufswelt werden nach einer Studie der Arbeitsagentur bis 2025 rund 30.000 Stellen wegfallen. Betroffen von diesem Strukturwandel seien zum Beispiel der Handel und die Logistik. Bsirske: „Erziehung, Pflege und Medien werden hingegen weiter expandieren. Wir werden immer mehr Fachkräfte brauchen.“ Deshalb müsse die Ausbildung in der Praxis, in Fachschulen und an Hochschulen attraktiver werden, so der verdi-Chef, der hinzufügte: „Die Gewerkschaften sind dran.“

Das Problem der vergleichsweise geringen Entlohnung für anspruchsvolle, professionelle Arbeit wird vorerst bleiben. Professor Stricker: „Der Enthusiasmus der Studierenden für ihren Beruf scheint uneingeschränkt. Der Wert der eigenen Arbeit wird vor allem durch die Inhalte und den gesellschaftlichen Auftrag bestimmt. Dass diese Arbeit von der Gesellschaft entsprechend honoriert werden sollte, kann nicht oft genug betont werden. Taten sollten folgen.“

Ganz im Sinne der Abschlusserklärung zum Bundeskongress, in der festgehalten wird: „Einer fachlichen Sozialen Arbeit geht es um Würde und Solidarität in einer politischen, demokratischen Anerkennungsgemeinschaft.“

Die Abschlusserklärung des Bundeskongresses Soziale Arbeit als PDF: attachmentdata66539

Wie ich berate (3)

Wie ich berate (3)
Beate Pfeiffer, Familienberatungsstelle „Sicher im Leben“, Norderstedt.

Menschen neue
Wege weisen


Seit fünfeinhalb Jahren leitet Beate Pfeiffer die Ev. Beratungsstelle für Familien „Sicher im Leben“ in Norderstedt. „Spannend und schön wie immer,“ sei ihre Arbeit, erklärt sie. Jeden Tag habe sie mit Menschen zu tun, die etwas in ihrem Leben verändern wollen. Das sei sehr befriedigend.

In den letzten Jahren haben sie und ihr Team erfolgreiche Ansätze für den Schutz von Kindern entwickelt, die unter sexualisierter Gewalt leiden. Außerdem entstand mit „Männersache“ ein Beratungsangebot für Männer und männliche Jugendliche ab 14 Jahren, die (sexualisiert-) gewalttätig anderen Menschen gegenüber agieren. Die Arbeit der Norderstedter Beratungsstelle genießt einen hervorragenden Ruf über den lokalen Zusammenhang hinaus.

Für nächstes Jahr stehen Budgetverhandlungen mit der Stadt Norderstedt an. Sie sei gespannt, sagt Beate Pfeiffer: „Die Stadt und wir werden das erste Mal Qualitätsdialoge führen. Bisher waren unseren Vertragspartnern kurze Beratungsepisoden wichtig. Verhalten zu verändern, gelingt jedoch nur in einer vertrauensvollen Beziehung. Eine solche Beziehungsarbeit braucht Zeit. Ich hoffe sehr, dass wir uns auf eine Qualitätsdefinition von Beratung einigen können.“

Was auch kommt, die Freude an der Beratungsarbeit will sie sich und ihren Mitarbeitenden nicht nehmen lassen.

 

Stadtteildiakonie Bahrenfeld Andrea Hoi

Wie ich berate (2): Andrea Hoi

Die Profis der Diakonie Hamburg-West/Südholstein über ihre Arbeit

Andrea Hoi, fotografiert von Cornelia Hoi

Andrea Hoi, Leiterin der Stadtteildiakonie Bahrenfeld

Seit acht Monaten leitet Andrea Hoi die Stadtteildiakonie Bahrenfeld. Ihr Büro hat sie in einem bunt bemalten LKW auf dem Gelände der Flüchtlingshilfe der Lutherkirchengemeinde. „Wir kooperieren eng. Ratsuchende aus der Gemeinde werden unkompliziert an mich verwiesen. Unser Angebot ist offen für alle Menschen im Stadtteil.“ erklärt die Sozialpädagogin. Gleich nebenan reparieren Flüchtlinge Fahrräder oder nutzen die Angebote der Kleiderkammer. Manche kommen zum Deutsch lernen.

Es fehle an weiterführenden Kursen, kritisiert die Expertin. Viele Flüchtlinge hätten nicht einmal Anspruch auf einen Grundkurs, obwohl sie voraussichtlich in Hamburg bleiben werden. „Diese Menschen können keine Perspektive entwickeln.“

Eines der großen Probleme in Bahrenfeld sei der Mangel an bezahlbarem Wohnraum. „Zu mir kommen alte Menschen, die sich verkleinern wollen und nichts finden. Das wiegt besonders schwer, weil ich für Familien auf der Suche nach größeren Wohnungen bin.“

Ihren Optimismus hat Andrea Hoi dennoch nicht verloren. Immerhin könne sie Menschen helfen, selbst aktiv zu werden. Und die Möglichkeit, Menschen aus anderen Kulturen kennen zu lernen, begeistere sie nach sechs Jahren Integrationsarbeit immer noch.

Mehr über die Stadtteildiakonie Bahrenfeld.